FAQ

Hier haben wir für Sie Häufig gestellte Fragen (FAQs) mit Antworten zusammengestellt.

Was bedeutet Energieeffizienz für die Stahlindustrie?
In Zeiten, in denen die Energiekosten ein maßgeblicher Standortfaktor sind steht eine Verbesserung der Energieeffizienz verstärkt im Fokus der Stahlindustrie in Deutschland. Zudem sind sich die Stahlunternehmen ihrer Verantwortung im Bereich Klimaschutz bewusst und leisten durch einen optimierten Energieverbrauch ihren Teil dazu bei. Energieeffizienz spielt sowohl in der Produktion des Werkstoffs eine entscheidende Rolle, als auch in der späteren Anwendung.
(Weitere Information zum Thema „Stahl und Energieeffizienz“)

Warum lassen sich die dargestellten Maßnahmen nicht auf die verschiedenen Standorte übertragen?
Kein Stahlstandort gleicht dem anderen. Zwar lässt sich der Produktionsprozess generell in die zwei Routen „Hochofen“ und „Elektrolichtbogenofen“ differenzieren, im Detail unterscheiden sich die einzelnen Anlagenkonfigurationen an den Standorten deutlich voneinander. Da die Prozesse in einem modernen Stahlunternehmen sensibel aufeinander abgestimmt sind, haben Eingriffe an einer beliebigen Stelle gravierende Auswirkungen auf den gesamten Produktionsprozess. Daher ist in jedem Einzelfall zu prüfen, welche Maßnahme sich für die jeweilige Anlagenkonfiguration eignet und auch den Aspekt der Wirtschaftlichkeit erfüllt.
(Mehr zur Roheisen- und Stahlherstellung unter www.stahl-online.de)

Was ist die Intiative Energieeffizienz-Netzwerke?
Die Bundesregierung und die unterzeichnenden Wirtschaftsverbände und -organisationen sind sich einig, dass die weitere Steigerung der Energieeffizienz für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle ebenso zentral ist wie für den Klimaschutz. Sie sind sich auch darin einig, dass die Energieeffizienz in der deutschen Wirtschaft wirksam und effektiv vorangebracht werden kann, wenn die Unternehmen diese Aufgabe in die eigenen Hände nehmen.

Am 3. Dezember 2014 haben daher Vertreter der Bundesregierung und der führenden Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft die Vereinbarung über die Einführung von Energieeffizienz-Netzwerken unterzeichnet. Die Vereinbarung verfolgt das Ziel, die Initiierung und Durchführung von rund 500 neuen Energieeffizienz-Netzwerken von Unternehmen bis Ende 2020 zu unterstützen und nach Kräften zu fördern.
(Weitere Informationen zur Initiative Energieeffizienz-Netzwerke unter www.effizienznetzwerke.org)

Was ist das Ziel der Initiative und wer beteiligt sich daran?
Ziel der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke ist die Gründung von 500 neuen Energieeffizienznetzwerken bis zum Jahr 2020. Durch den fachlichen Austausch in Verbindung mit einem Monitoring sollen die Einsparpotenziale der Unternehmen erkannt werden und im Idealfall auch umgesetzt werden. Es sollen insgesamt 75 Petajoule Primärenenergie und damit verbunden 5 Millionen Tonnen Treibhausgas-Emissionen eingespart werden.

Neben der Wirtschaftsvereinigung Stahl, als Vertreter der Stahlindustrie in Deutschland und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) haben 17 weitere Branchenverbände sowie die Deutsche Industrie und Handelskammer (DIHK) die Vereinbarung unterzeichnet.
(Weitere Informationen zur Vereinbarung und ihren Unterzeichner unter www.effizienznetzwerke.org)

Welche Grundidee steckt hinter Energieeffizienz-Netzwerken?
Ein Energieeffizienz-Netzwerk ist ein systematischer, zielgerichteter und unbürokratischer Erfahrungs- und Ideenaustausch von in der Regel 8 bis 15, mindestens jedoch Unternehmen oder Unternehmensstandorten über in der Regel 2-3 Jahre zur gemeinsamen Steigerung der Energieeffizienz. Die Unternehmen führen zunächst mit Hilfe einer qualifizierten Energieberatung
(intern oder extern) eine Bestandsaufnahme über ihr jeweiliges Einsparpotenzial durch. Sie setzen sich dann für die Laufzeit des Netzwerks je ein eigenes (unverbindliches) Einsparziel sowie aus den kumulierten Zielen aller Unternehmen ein Einsparziel für das Netzwerk insgesamt.

Auf dieser Grundlage beginnt der Erfahrungsaustausch: Während der vereinbarten Laufzeit des Netzwerks treffen sich die Energieexperten aus den beteiligten Unternehmen regelmäßig, um untereinander und ggf. mit externen Fachleuten konkrete Themen und Entwicklungen der Energieeffizienz zu diskutieren. Dies kann auf Wunsch mit gegenseitigen Betriebsbesichtigungen verbunden werden. Diese Expertenrunden schaffen damit die Grundlage für die einzelnen Unternehmen, Investitionen zur  Energiekostenersparnis zu beschließen. Nach bisherigen Erfahrungen werden so die anfänglich gesetzten Netzwerkziele über die Gesamtlaufzeit erreicht oder sogar deutlich überboten, so dass spürbare Energiekostensenkungen wahrscheinlich sind.
(Weitere Informationen zur Initiative Energieeffizienz-Netzwerke unter www.effizienznetzwerke.org)

Wie beteiligt sich die Stahlbranche an der Initiative?
Die Stahlindustrie in Deutschland unterstützt das Konzept der Energieeffizienz-Netzwerke umfassend. Neben zahlreichen Netzwerkbeteiligungen treten die Unternehmen auch als Netzwerkträger in konzerneigenen Netzwerken (mit mehreren Standorten) auf. Ein umfangreicher Austausch findet auch im Rahmen eines Netzwerks mit Elektrostahlproduzenten unter dem Dach der Wirtschaftsvereinigung Stahl/des Stahlinstituts VDEh statt.
(Weitere Informationen zu den Energieeffizienznetzwerken der Stahlindustrie in Deutschland)