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Kontakt

Saarstahl Werk Burbach
Hüttenstraße 5
66115 Saarbrücken

Tel.: +49 (0) 6898-100
E-Mail: saarstahl@saarstahl.com

Daten

Energieerzeugung aus Überschussdampf
ca. 4 GWh pro Jahr
Saarstahl AG

Überschuss-Dampf aus Ofenkühlung zur Stromerzeugung genutzt

Dampfnutzung Energieerzeugung

Das Draht-Walzwerk der Saarstahl AG in Saarbrücken-Burbach erzeugt rund 1,2 Millionen Tonnen Qualitätsstahl pro Jahr in einer breit-gefächerten Produktpalette. Dampf aus der Wasserkühlung des Hubbalkenofens, der die Stahlknüppel auf Walztemperatur bringt, wird seit einiger Zeit mittels Dampfturbine zur Stromerzeugung genutzt. 4 Mio. kWh elektrische Energie werden so im Werk nutzbar gemacht. Entsprechend sinkt der Strombedarf des Walzwerkes aus dem öffentlichen Netz.

Zentrum der Drahtherstellung

Die Saarstahl AG, weltweit einer der führenden Stahlproduzenten, zählt mit ihren Standorten in Völklingen, Neunkirchen und Burbach zu den weltweit bedeutendsten Produzenten für gewalzte Langprodukte. Eine der wichtigsten Produktionsanlagen ist dabei die vieradrige Drahtstraße im Burbacher Walzwerk. 550 Mitarbeiter produzieren hier bis 1,2 Millionen Tonnen Draht im Jahr. Im Hubbalkenofen werden Knüppel im Abmessungsbereich zwischen 125 mm und 180 mm Kantenbreite mit bis zu 22 m Länge eingesetzt. Produziert werden Walzdrähte von 5 mm bis zu 20 mm Durchmesser mit Bundgewichten von bis zu 3 Tonnen. Der Qualitätsstahl kommt unter anderem für Fahrzeugreifen und als Bewehrungsstahl beim Bau zum Einsatz. Vollkontinuierlich arbeiten dazu 78 Walzgerüste (davon 4 x 10-gerüstige Fertigblöcke) im Burbacher Werk.

Strombedarf aus dem öffentlichen Netz reduziert

Im Produktionsprozess erhitzt der Hubbalkenofen bei Saarstahl in Burbach zunächst Stahlknüppel, welche die Ausgangsprodukte für Drahterzeugnisse bilden, auf Walztemperatur. Eingesetzt werden hierzu überwiegend Koksgas, aber auch Erdgas und Grubengas. Die Tragrohrsysteme von Fest- und Hubsystem müssen dabei mit Wasser gekühlt werden, das zwangsläufig dabei verdampft, so dass Sattdampf von ca. 215 °C bei einem Überdruck von rund 20 bar entsteht. Dieser enthält eine gewaltige Menge an Wärmeenergie, die bei einer Nichtnutzung verloren ginge. Schon seit geraumer Zeit hatte Saarstahl den Standort Saarbrücken-Burbach in sein Energiemanagementsystem aufgenommen und zertifiziert. In diesem Rahmen wurden Überlegungen angestellt, wie sich die Energieeffizienz im Prozess verbessern lässt. Dazu wird seit einiger Zeit nun dieser Überschuss-Dampf aus der Ofenkühlung bei Saarstahl AG über eine mit einem Stromgenerator verbundene Dampfturbine geleitet und damit zur Stromerzeugung genutzt. Der Generator mit einer Nennleistung von 1.790 kVA speist in das 5-kV-Netz des Werks Burbach ein und ersetzt damit den Strombedarf aus dem öffentlichen Netz. Im Jahr werden dadurch circa 4 Mio. kWh elektrische Energie nutzbar gemacht – so viel wie circa eintausend Familienhaushalte verbrauchen.


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