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Kontakt

ArcelorMittal Hamburg GmbH
Dradenaustraße 33
21129 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 7408-0
Fax: +49 (0) 40 74 14 32

Daten

Stromeinsparung* durch Einsatz von Rotationsverdichtern
ca. 1,8 Mio. kW/h pro Jahr
CO2-Einsparung*
ca. 1.000 Tonnen pro Jahr

Gefördert durch

ArcelorMittal Hamburg GmbH

Reduktionsanlage mit effizientem Sperrgasverdichter

Antriebsregelung Ressourceneffizienz

Durch die Optimierung der Gebläse in der Reduktionsanlage bei ArcelorMittal Hamburg konnte der Energieverbrauch pro produzierter Tonne Eisenschwamm in den vergangenen vier Jahren um neun Prozent gesenkt werden. Weiteres Einsparpotenzial zeigte sich in dieser Anlage im Bereich des Sperrgasverdichters. 

ArcelorMittal Hamburg ist einer der größten Walzdrahthersteller in Europa. Pro Jahr werden rund 750.000 Tonnen Walzdraht für verschiedene Anwendungsmöglichkeiten produziert. Für die Produktion wird unter anderem Eisenschwamm eingesetzt, der aus Eisenerz mithilfe von Erdgas in einer Reduktionsanlage hergestellt wird.

Neue Rotationsverdichter für gezielte Steuerung des Gasstroms

Um zu verhindern, dass das in diesem Prozess entstehende Reduktionsgas am Ein- und Auslass des Schachtofens austritt, wird sogenanntes Sperrgas zur Abdichtung verwendet. Es besteht insbesondere aus Stickstoff und Kohlendioxid. Durch den bisher eingesetzten Sperrgasverdichter strömte ein wesentlich höheres Gasvolumen hindurch, als eigentlich benötigt wurde – ein System, das viel Strom bei geringer Effizienz verbrauchte.

Die Lösung bestand in der Installation von vier Rotationsverdichtern, wovon jeweils zwei parallel geschaltet sind („Zwillingsverdichter“). Eine Drehzahlregelung sorgt dafür, dass der Gasstrom nun flexibel angepasst wird.

Doppelt effizient – geringerer Energiebedarf, weniger CO2

Durch die Erneuerung des Sperrgassystems wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Umwelt und die Wirtschaftlichkeit profitieren gleichermaßen von dem wesentlich niedrigen Energiebedarf: Bei der Energieerzeugung im Kraftwerk entstehen rund 1.000 Tonnen weniger CO2. Zusätzlich wird der Stromverbrauch – bei einer Produktionszeit von 550.000 Tonnen Eisenschwamm pro Jahr – um 1,8 Millionen Kilowattstunden jährlich gesenkt.

Das Projekt wurde von der Stadt Hamburg im Rahmen des Förderprogramms „Unternehmen für Ressourcenschutz“ unterstützt. Ziel ist es, CO2-Emissionen über gesetzliche Anforderungen hinaus zu reduzieren oder Energie, Wasser und Rohstoffe einzusparen.


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