Unternehmen

Kontakt

Salzgitter Flachstahl GmbH
Eisenhüttenstraße 99
38239 Salzgitter

Tel.: +49 (0) 5341-21-01
E-Mail: flachstahl@salzgitter-ag.de

Daten

Stromerzeugung
ca. 58 GWh pro Jahr
CO2-Einsparung
35.818 t pro Jahr

Auszeichnung

Salzgitter Flachstahl GmbH

Stromerzeugung am Hochofen B mit Gichtgasentspannungsturbine

Energieerzeugung

Bei der Salzgitter Flachstahl GmbH am Hochofen B kommt eine Gichtgasentspannungsturbine zum Einsatz. Die beim Prozess der Roheisenerzeugung entstehenden Gichtgase erlauben dem Stahlhersteller in Niedersachsen eine effiziente und CO2-freie Stromerzeugung. Pro Jahr werden somit rund 58 GWh Strom gewonnen und CO2-Emissionen von ca. 36.000 t eingespart.

Bei der Roheisenerzeugung im Hochofen entsteht prozessbedingt sogenanntes Hochofengas (auch Gichtgas genannt). Die im Hochofen befindlichen Einsatzstoffe wie Eisenerze, Koks und verschiedene Arten von Reduktionsmitteln werden durch das Einblasen von 1200°C heißer Luft (Hochofenwind) erhitzt. Die Reaktion im Inneren des Ofens sorgt für eine Temperatur von ca. 2.200 Grad. Bei dem somit in Gang gesetzten Schmelz- und Reduktionsprozess entsteht Hochofengas, welches nach oben strömt.

Gichtgasentspannungsturbine ermöglicht doppelt effiziente Nutzung

Das Gichtgas wird zur Winderhitzung, zur Kokereiunterfeuerung und im angeschlossenen Kraftwerk zur Prozessdampf- und Stromerzeugung genutzt. Diese effiziente Nutzung eines Nebenproduktes der Roheisengewinnung wurde bei der Salzgitter Flachstahl GmbH noch gesteigert. Das Gas verlässt die Gicht des Hochofens mit einem Druck von 3 bar, benötigt wird in den nachfolgenden Prozessen aber nur ein Druck von 1,1 bar. Früher wurde über eine Drosselung der Druck des Gichtgases reduziert und somit das Potenzial der Druckdifferenz nicht genutzt. Seit April 2012 wird am Hochofen B eine Gichtgasentspannungsturbine betrieben, um aus der Druckdifferenz CO2-freien Strom zu erzeugen.

Zusätzlich 58 GWh Strom

Doch bevor aus dem Gichtgas Strom wird, muss das Gas „gewaschen“ (von der Staubbeladung befreit) werden. Jetzt kann das Gas in der Expansionsturbine entspannt werden. Die gewonnene Energie wird genutzt, um einen Turbinenläufer in Rotation zu versetzen, der direkt mit einem Drehstromgenerator verbunden ist. Somit werden jährlich rund 58 GWh Strom erzeugt. Dies entspricht rund 36.000 t CO2-Emissionen.

Projekt überzeugt dena

Die effiziente Nutzung des Druckpotenzials vom Gichtgas am Hochofen B überzeugte auch die Deutsche Energieagentur (dena). Sie vergab 2014 das Prädikat „Best Practice Energieeffizienz“ an die Salzgitter Flachstahl GmbH für die energieeffiziente Roheisenerzeugung.


Quelle Bildmaterial: Salzgitter AG


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