Unternehmen

Kontakt

Salzgitter Flachstahl GmbH
Eisenhüttenstraße 99
38239 Salzgitter

Tel.: +49 (0) 5341-21-01
E-Mail: flachstahl@salzgitter-ag.de

Daten

Energiegewinn in Form von Konvertergas
ca. 15 GWh pro Jahr

Auszeichnung

Salzgitter Flachstahl GmbH

Energetische Verwertung von Konvertergas optimiert

Antriebsregelung Energiegewinnung Prozessführung

Bei der Salzgitter Flachstahl GmbH wird das im Zuge der Rohstahlgewinnung anfallende Konvertergas energetisch nutzbringend verwertet. Die Gefäßerneuerung des Konverters A, eine optimierte Prozessführung sowie Regelungstechnik führten zu einer Erhöhung der Gewinnung des energiereichen Konvertergases.

Im Hüttenbetrieb der Salzgitter Flachstahl GmbH entstehen am gleichnamigen Stahlstandort Warmbreitband, Bandstahl, Bandblech, Kaltfeinblech und oberflächenveredelte Produkte  unter anderem für den Automobilbau. Für die Erzeugung von Rohstahl werden Roheisen und Schrott in Konvertern zur Entfernung von Kohlenstoff, Silizium, Mangan und Phosphor mit Sauerstoff behandelt. Während dieses Blasprozesses entsteht prozessbedingt brennfähiges, so genanntes Konvertergas mit den wesentlichen Bestandteilen CO, H2, CO2 und N2. Das Gas wird oberhalb der Konvertermündung abgesaugt und anschließend gefiltert, bevor es in einem Gasometer zwischen gepuffert  wird, um als Verbrennungsgas bei den Verbrauchern der Kokerei, des Hochofens sowie im Kraftwerk zur Erzeugung von Prozessdampf und Strom genutzt zu werden. Grundsätzlich wird Konvertergas in Salzgitter zwar schon seit Mitte der 80er Jahre zurück gewonnen und energetisch nutzbringend eingesetzt, das Ziel war aber eine kontinuierliche Optimierung zur Erhöhung der Verfügbarkeit und des Heizwertes.

Neues Konverter-Gefäß für stabileren Produktionsprozess

Die Steigerung der Gasausnutzung und somit der Effizienzverbesserung wurde daraufhin u.a. durch die Gefäßerneuerung des Konverters A ermöglicht. Diese bewirkt durch den vergrößerten Reaktionsraum, heute einen stabileren Produktionsprozess, was sich positiv auf die Konvertergasgewinnung auswirkt. Als weitere Maßnahme ließen sich durch verschiedene Anpassungen der Mess- und Regelungstechnik sowie mittels einer effizienteren Prozessüberwachung der Stahl- und Schlackeauswurf minimieren. Auch damit können erhöhte Anteile des energiereichen Gases für den Einsatz im Hüttenwerk gewonnen werden.

5 Prozent des Endenergieeinsatzes gespart

Weitere energetisch positive Effekte konnten in diesem Kontext durch die optimierte Fahrweise an den Konvertern und eine optimierte Prozessführung sowie Anpassungen bei der Abgasführung der Anlage erzielt werden.

Aus all diesen Maßnahmen resultieren nun insgesamt jährlich rund 15 GWh Energie zusätzlich in Form von Konvertergas, was circa fünf Prozent des Endenergieeinsatzes (Brenngas und Strom) im Stahlwerk entspricht. Hierfür wurde die Salzgitter Flachstahl GmbH 2015 mit dem Prädikat „Best Practice Energieeffizienz“ für die Rohstahlerzeugung von der Deutschen Energieagentur (dena) ausgezeichnet.