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Deutsche Edelstahlwerke GmbH
Auestrasse 4
D-58452 Witten

Tel.: +49 (0) 2302 29 0
Fax: +49 (0) 2302 29 4000

Daten

Endenergie-Einsparung durch Leckagereduzierung:
ca. 1.400 MWh pro Jahr
Stromeinsparung durch Einsatz von Schraubenkompressoren:
ca. 1.800 MWh pro Jahr
CO2-Einsparung gesamt:
1.742 t pro Jahr
Deutsche Edelstahlwerke GmbH

Druckluftsystem im Stahlwerk: Die Luft bleibt drin

Druckluft

Druckluft ist heute in fast allen Industriebetrieben unverzichtbar. So auch bei den Deutschen Edelstahlwerken am Standort Witten. Dort gelangt die Druckluft als Arbeitsmedium über ein weit verzweigtes Rohrleitungsnetz zu den Verbrauchern – unter anderem zu den Pfannenwagen. Im Rahmen von Effizienzmaßnahmen konnten Leckagen geschlossen werden. Die Folge: Druckluftverluste gingen zurück und damit auch der Stromverbrauch der Druckluftversorgung.

Hochwertige Spezialstahl-Langprodukte produziert die Deutsche Edelstahlwerke GmbH (DEW). Die Produktpalette reicht dabei vom gezogenen Draht mit 0,8 mm Durchmesser bis hin zu geschmiedeten Produkten von bis zu 1.100 mm Durchmesser und umfasst hochwertigen Werkzeugstahl, Edelbaustahl sowie rost-, säure- und hitzebeständigen Stahl. Die Hauptproduktionsprozesse bestehen dort in der Edelstahlerzeugung (Schmelzen, Gießen, Umschmelzen) und der Weiterverarbeitung (Warmumformen, Wärmebehandeln, mechanisches Bearbeiten). Bei der Produktion am DEW-Standort Witten wird dazu Druckluft als Arbeitsmedium, Steuerluft und als Antriebsenergie unter anderem auch für die Pfannenwagen zum Transport des flüssigen Stahls eingesetzt.

Energiefresser Druckluft

Gemeinhin gehört Druckluft in der industriellen Nutzung jedoch zu den teuersten Energieformen, da sich nur etwa zwischen vier und acht Prozent der zur Druckluft-Erzeugung eingesetzten elektrischen Energie als „Druckenergie“ wieder nutzen lassen. Hinzu kommt im Wittener Werk ein weit verzweigtes Rohrleitungsnetz zu den Verbrauchern mit zahlreichen Armaturen und Anschlussleitungen, das kaum zu 100 Prozent dicht sein kann. Dort wurde schon vor einigen Jahren bei einer Untersuchung im Rahmen einer dena-Energieeffizienz-Kampagne mittels Messungen festgestellt, dass rund 28 Prozent der erzeugten Druckluftmenge zum Ausgleich von Leckageverlusten aufgewendet werden musste und verloren ging.

Druckluftleckagen verringert

Welche Fortschritte alleine eine Reduktion solcher Leckagen im Unternehmen bringt, belegen die ergriffenen Effizienzmaßnahmen bei DEW: Durch gezielte Schritte zur Reduzierung der Leckagen im Verteilnetz, in den Armaturen und in den Anschlussleitungen ließ sich die Leckagerate um fünf auf 23 Prozent reduzieren. Das klingt zwar nicht unbedingt nach einem spektakulären Ergebnis, entspricht aber einer Minderung des Stromverbrauchs für die Druckluftversorgung um immerhin ein rundes Fünftel. Dies bedeutet eine absolute Endenergie-Einsparung von jährlich 1.400 MWh – genug Energie zur Versorgung von rund 400 Haushalten. Und: 762 Tonnen CO2-Ausstoß von pro Jahr ließen sich so vermeiden. Dazu beigetragen haben neben der Reduktion von Leckageverlusten auch die damit verbundene bessere Auslastung der Verdichter.

Im zweiten Schritt wurden zwei Schraubenkompressoren angeschafft, die die Druckluftspitzen abdecken, damit die vorhanden Turboverdichter in ihrem Regelbereich arbeiten können. Mit dieser Maßnahme wurden nochmals jährlich 1.800 MWh Strom eingespart. In Summe konnten über diese Maßnahmen 1.742 Tonnen CO2 eingespart werden.

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