Energieeffizienz im Prozess

Die Prozesse in der Stahlindustrie benötigen neben Rohstoffen, wie Erzen und Reduktionsmitteln, besonders viel Energie. Daher gilt die Branche als energieintensiv. Bei der Roheisen- bzw. Stahlherstellung entsteht aber auch eine große Menge Energie, die effizient genutzt wird – z.B. in Form der Eigenstromerzeugung aus Kuppelgasen. Ein integriertes Stahlunternehmen (Hochofenroute) kann so mittlerweile annähernd den gesamten Strombedarf decken. Eine Optimierung der Energieeffizienz ist in allen Produktionsschritten möglich – sowohl bei der Hochofenroute, als auch bei der Elektroofenroute. Da Energiekosten auch ein Wettbewerbsfaktor sind, ist die Stahlindustrie in Deutschland seit jeher bestrebt, diese möglichst niedrig zu halten.

Dies ist auch ein Ziel der regelmäßig durchgeführten Energieaudits in den Stahlunternehmen. Durch den Einsatz zertifizierter Energiemanagementsysteme (nach DIN ISO 50001) wird der Energieverbrauch an einem Standort umfassend analysiert und optimiert. Bereits jetzt sind alle Stahlunternehmen in Deutschland nach DIN ISO 50001 zertifiziert.

Der qualifizierte Austausch in den verschiedenen Energieeffizienz-Netzwerken der Stahlindustrie, aber auch über Branchengrenzen hinweg, ermöglicht weitere Effizienzpotenziale zu erkennen und diese ggf. für das eigene Unternehmen anzupassen.

Hier finden Sie bereits umgesetzte Projekte in der Stahlindustrie in Deutschland, die die Energieeffizienz in einem Prozesschritt verbessert hat.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die Übertragbarkeit der dargestellten Maßnahmen auf eine andere Anlage in der Regel nicht möglich ist. Die Stahlerzeugung ist trotz vieler unterschiedlicher Prozesse ein in sich geschlossener Fertigungskomplex, d. h. ein System von Einzelanlagen, die untereinander durch logistische und informationstechnische Verbindungen vernetzt  und aufeinander abgestimmt sind.

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